Geschichte

Einführung in die Geschichtswissenschaft

Die Geschichte als Wissenschaft beschäftigt sich mit Ereignissen der Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel von einzelnen Menschen, Gemeinschaften, Gesellschaften, Städten und Staatsgebilden. Historiker werten, ordnen und datieren, teilen das Vergangene in Epochen ein und heben besondere Ereignisse hervor. Hierbei stützen sie sich auf Zahlen, Fakten und Quellen, um ein möglichst objektives Bild der Vergangenheit zu erhalten.
Der antike Historiker Herodot aus Halikarnas gilt als der „Vater der Geschichtsschreibung“. Seit 2400 Jahren setzt sich die Nachwelt mit seinem Werk auseinander, und dies von Angang an nicht nur staundend, sondern ebenso kritisch. Diese ambivalente Haltung formulierte schon Cicero sehr treffend. Über Herodot charakterisierte er auf folgende Weise:  „Patrem historiae, sunt innumerabiles fabulae“.  (Der Vater der Geschichtsschreibung und unzähliger Märchen).

Geschichte studieren

Das Geschichtsstudium ist sehr facettenreich. Einen eigenen Bereich bildet dabei neben der Ägyptologie auch die Alte Geschichte (griechische und römische Geschichte). Dieser Bereich ist eng verbunden mit der Archäologie und der Klassischen Philologie. Die Geschichte des Mittelalters wird auch als Mediävistik bezeichnet. Die „Neuere Geschichte“ beginnt etwa um die Zeit der Renaissance, je nach Einteilung auch erst ab etwa 1600. Weitere Teilgebiete sind an einigen Universitäten die „Osteuropäische Geschichte“ oder die „Byzantinistik“ (Geschichte des Byzantinischen Reiches).