Sprachen

Alte Sprachen

SprachenHeute werden auf dieser Welt ungefähr 6000 Sprachen aktiv gesprochen. Dazu kommt noch eine Vielzahl von ausgestorbenen oder „alten Sprachen“. Im abendländischen Kulturkreis am wichtigsten sind dabei Hebräisch, Altgriechisch und Latein. Sie sind nicht nur die Verkehrssprachen der antiken Welt, sondern auch die Sprachen des Alten (Hebräisch) und des Neuen Testaments (Altgriechisch).
Latein mit seiner streng logischen Grammatik ist zudem ein guter Weg, um später Spanisch, Portugiesisch, Italienisch, Französisch oder Rumänisch zu lernen. Diese Sprachen entspringen alle dem so genannten „Vulgärlatein“ des Römischen Reiches und werden daher als romanische Sprachen bezeichnet. Französisch und Rumänisch haben sich dabei am weitesten vom lateinischen Ursprung entfernt.

Alte Sprachen als Grundlage der Geisteswissenschaften

Alte SprachenAlte Sprachen spielen in vielen Geisteswissenschaften eine besondere Rolle. Sie sind der Schlüssel zum Verständnis – nicht anders als die Mathematik für die Naturwissenschaften. Im Bachelor– und Masterstudium werden deshalb Nachweise von Kenntnissen in Altgriechisch, Hebräisch und Latein verlangt.

Alte Sprachen lernen

Besonders wertvoll sind altsprachliche Kenntnisse für das Studium philosophischer Texte, da diese durch Übersetzungen leicht verfälscht werden können. Wer sich etwa mit den kurzen wie rätselhaften Sprüchen der „Sieben Weisen“ oder des Orakels von Delphi auseinandersetzen möchte, sollte zur jeweiligen Übersetzung auch die Originaltexte hinzuziehen können. Die Kurse zum Latinum, Graecum und Hebräicum sind an den Universitäten meist mehrsemestrig und recht straff gehalten. Für Gasthörer und Senioren sind sie empfehlenswert, da hier die Möglichkeit geboten wird, sich grundlegend und intensiv in ein relativ kompaktes Gebiet einzuarbeiten. Nach dem Kursbesuch kann zudem eine staatliche Abiturergänzungsprüfung absolviert werden – auch dann wenn das Abitur schon einige Jahrzehnte zurückliegt.

Neue Sprachen

Neue SprachenModerne Sprachen wie Englisch oder Spanisch nehmen heute die Rolle von Griechisch und Latein als „lingua franca“ ein. Die weltweit am meisten gesprochene Sprache ist übrigens Chinesisch. Für das Erlernen gibt es eine Vielzahl von guten Gründen. Wer in ein fremdes Land reist und die dortige Sprache beherrscht oder sich zumindest darum bemüht, wird mit Sicherheit freundlicher empfangen werden. Englisch ist mittlerweile nicht nur eine internationale Zweitsprache, sondern auch hilfreich für alle, die sich mit dem Computer auseinandersetzen.

Neue Sprachen lernen

Das Angebot und die Modalitäten sind ist hierbei von Uni zu Uni völlig unterschiedlich, besonders in den Zulassungsregelungen für Gasthörer und Senioren. Als Faustregel gilt, dass der Zugang für „kleinere oder exotischere“ Sprachen wie Neugriechisch und Chinesisch einfacher ist als bei den populären Verkehrssprachen Englisch und Französisch.